Mitarbeiter

 

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In einigen Gruppen sind wir zu zweit,  obwohl wir nicht mehr als 4 bis 5 Hunde in den Gruppen haben.

Manchmal braucht der eine oder andere mehr Unterstützung und außerdem macht es zu zweit einfach mehr Spass.

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seit März 2018 ist Claudia dabei

 

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Ich bin Claudia Cronjäger.

Als mein erster eigener Hund, Jakob, im Sommer 2015 in mein Leben trat, veränderte sich so einiges. Meine Vorstellung, mir einen einfach  zu erziehenden Hund anzuschaffen, entpuppte sich als "Katze im Sack", als dabei ein „verhaltensoriginelles“, zu groß geratenes Labradormischlings-Überraschungspaket herauskam.

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Wie sagt Gisela immer so schön... „jeder bekommt den Hund, den er braucht um sich weiterzuentwickeln!“ ;) 

Durch viel Geduld und positives Training - ja, ich bin ein großer Clickerfan - ist Jakob ein toller Hund geworden. Da der Lern- und Ausbildungsprozess nie vorbei ist, lernen & üben wir bis heute jeden Tag viele neue und alte Dinge zusammen.

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Im Monat September 2017 haben wir in der Hundeschule im ATH den BHV-Hundeführerschein erfolgreich abgeschlossen, und ansonsten probieren wir uns in verschiedenen Hundehobbys aus. Ein bißchen Dummytraining, Dogdance, Tricks, Longieren, joggen gehen,...wir sind für alles offen, was die grauen Gehirnzellen anregt :) 

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Ich selbst bin Mitte 30, wohne in Osterode am Harz und arbeite dort als Heilerziehungspflegerin in einer Förderschule. Meine Fähigkeit, mich in Menschen einzufühlen und zu erkennen, wo sie gerade stehen und was sie unterstützen könnte, hilft mir auch bei der Arbeit mit Mensch und Hund.

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Durch unseren damaligen Familienhund und verschiedene Pflegehunde, eine 7-monatige Weiterbildung in einer positiv arbeitenden Hundeschule und diverse Seminare rund um den Hund  konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln und viel über hundliches Verhalten lernen. Diese Erfahrung möchte ich nun im Rahmen meiner Tätigkeiten in der Hundeschule im ATH nun weitervermitteln und strebe in weiterer Zukunft die Zertifizierung als Hundetrainerin an. 

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und auch Sandra ist zur gleichen Zeit dazu gekommen.

 

  Ich bin Sandra Kleindienst . In dem folgenden Brief, den ich an meine Hunde schrieb, könnt Ihr etwas über meinen hundlichen Werdegang erfahren. 

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Liebe Layla, lieber Pepe!

Seit knapp sechs Jahren leben wir zusammen in einem Haushalt. Seit Anfang März hat sich in meinem Leben wieder einiges verändert. Ich arbeite in einer Hundeschule. Ja, ihr lest richtig. Ich möchte dazu beitragen, dass andere Hunde eure Geschichte nicht erleben müssen.

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Noch immer plagt mich mein Gewissen. Damals, vor knapp sechs Jahren, zogst du, Layla Border Collie Mischling, bei uns ein. Du hast es dir nicht ausgesucht. Wir kamen zu deiner Familie, schauten, bezahlten und nahmen dich mit. Die Zustände in denen du lebtest, taten uns furchtbar leid. Schon immer lebten Hunde bei mir und meiner Familie. Schwierigkeiten sah ich nicht. Ich hatte Erfahrung. Wir besuchten eine Hundeschule und du warst sehr gelehrig. Nur der Kontakt zu anderen Hunden gestaltete sich  schwieriger als gedacht. Du  warst nicht bereit mich oder dein Futter zu teilen. Schließlich hattest du von beidem , Liebe und Essen , nie genug gehabt. Heute weiß ich das.

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Damals dachte ich, du bräuchtest einen Kumpel, du müsstest unbedingt sozialisiert werden und dich mit allen Hunden gut verstehen. Dementsprechend zog Pepe, auch ein Bordercollie Mix, ein.  Keine fünf Monate später. Auch Pepe wurde ausgesucht, bezahlt und  mitgenommen. Damals wußten wir es nicht besser. Jedoch traf es ihn wesentlich härter als dich. Er zeigte sich verunsichert und ängstlich. Er bellte viel. Aber ich verstand ihn nicht. Du begannst ihn zu beschützen. Vor der Welt und vor allem vor anderen Hunden.

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In der damaligen Hundeschule verlangten wir viel zu viel von euch. Ihr konntet unsere Erwartungen nicht erfüllen. Also begann ich nach Anleitung mit Rappeldosen zu werfen, mit Wasserpistolen zu spritzen und an der Leine zu zerren. Dass ich euch beiden die Welt falsch erklärte ,ist mir heute bewußt. Ihr konntet nicht anders als aggressiv  reagieren. Zunächst noch tragbar, später deutlicher und auf sehr große Entfernungen. Immer heftiger sollte ich euch sanktionieren. Tat es auch. Der Leidensdruck war so groß, dass Pepe wieder ausziehen sollte.

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Das Schlüsselerlebnis zur Wende ließ noch eine Weile auf sich warten. Ich sollte dich, Pepe, strafen, weil du dich aus Unsicherheit hinlegtest. Ich fühlte mich schon lange Zeit unwohl.  Nach diesem Erlebnis beschloss ich, nie wieder einen Fuß in diese Hundeschule zu setzen und euch Hunde nie mehr zu bestrafen.

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Ich begab mich auf die Suche nach einer neuen Hundeschule. So wie es war konnte es ja nicht weitergehen. Im Internet fand ich einige Berichte darüber, dass man auch freundlich mit Hunden arbeiten und zusammenleben konnte. Ich jubilierte. Ich war so  froh. Endlich eine Möglichkeit für uns.

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Nach langen sechs Monaten voller Strafen  und Schrecken, begaben wir uns auf den Weg der positiven Verstärkung. Dieser Weg war zunächst noch völlig ungewohnt für uns. Clicker, Hundegeschirr, Leckerlies in rauen Mengen.

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Schnell waren wir infiziert. Wir belegten unterschiedliche Kurse in einer Hundeschule. Dort füllten wir nach und nach den Werkzeugkoffer der positiven Verstärkung. Mit viel Geduld konntet ihr auch andere Hunde wieder positiv wahrnehmen. Als sich die Chance zu einem Praktikum über 7 Monate bot, griff ich zu. Viele Stunden in der Woche besuchte ich Welpen-, Junghunde-, Trick-, Dogdance-, ZOS-, Mantrailingkurse, Einzelstunden bei Aggressionsverhalten und noch einige mehr. Zunächst mit dem Ziel, euch besser zu verstehen, später mit dem Ziel, Hundetrainer zu werden. Seminare und Fortbildungen waren ebenso ein Grundstein meines wachsenden Fachwissens , wie Bücher und das www.

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Während dieser Zeit entwickelte sich bei euch beiden ein ausgeprägtes Jagdverhalten. Auch hierzu lernte ich viel. So konnte ich euch nach vielen Trainingseinheiten wieder Freilauf bieten.

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Geübt haben wir uns im Dummytraining, im Zughundesport und im Longieren. Auch mit der Reizangel und Frisbeescheiben haben wir geübt.

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Jedes neue Ziel erarbeiteten wir uns über den Weg der positiven Verstärkung. Nicht einmal mußte ich euch strafen, denn mein Blickwinkel veränderte sich. Ihr wurdet Begleiter, Freunde und Familienmitglieder. Kein anderer Weg kommt jemals wieder für uns in Frage.

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Mittlerweile bin ich 39 Jahre alt und weiß soviel über Hundetraining, wie nie zuvor. Auch  Andre (Ehemann) und Justus (Sohn) konnte ich begeistern. Mit Freude gestalten wir nun unseren Alltag. Was früher undenkbar war ist nun möglich: Wir fahren gemeinsam in den Urlaub. Mit unserem Wohnwagen auf Campingplätze oder in Ferienwohnungen. Gemeinsame Wochenendreisen zu Radrennen sind auch kein Problem mehr. Ich bin so stolz auf euch.

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Seit einigen Jahren nähe ich eure Geschirre selbst. Auch unsere Leinen und Ruckdämpfer stelle ich selber her. Nach vielen positiven Rückmeldungen von Freunden, für die ich Geschirr oder Halsbänder nähte , beschloss ich ein Gewerbe anzumelden. JASKuri war geboren. Seit 2017 biete ich maßgeschneiderte Geschirre und Leinen auch für andere Hunde an. Beim Nähprozess seid ihr immer an meiner Seite. Euer Platz ist unter der Nähmaschiene.

 

Ich  freue mich auf die Zukunft in der Hundeschule, bin begeistert davon, dass so viele Menschen nett mit ihren Hunden arbeiten wollen und danke euch für eure Treue und eure Geduld mit mir!

Ich hab euch lieb

Eure Sandra1827sandra_4705_1896957913882109_6991681121677845469_n.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 
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